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Häuserachsen

Die jeweils gegenüberliegenden Häuser und Ihre wechselseitige Bedeutung. Diese Tabellen sind zur Vertiefung des Verständnisses der Häuser sehr hilfreich.

Bewegungsachse/Erlebnisachse - Kardinalhäuser

1. Haus (Feuer): 7. Haus (Luft):

Ich, Image, Selbstbetrachtung, Figur, Rollenspiel in der Umwelt, die erste Reaktion, die Maske, Ich-Darstellung, Persönlichkeit, Konstitution, Selbstbehauptung, der erste Eindruck bei anderen, die Begegnung mit der Welt

Das erste Feld weist also auf unser äußere Erscheinungsform, aber auch auf unser Verhalten gegenüber unseren Mitmenschen hin. Es ist die Art wie wir uns anderen gegenüber geben, wie wir von anderen gesehen werden möchten.

Kontakte, Bindungen, vertragliche Verhältnisse, Partnerbeziehung, Ergänzungswünsche, Abkommen mit dem Du, Vermittlerfähigkeit, Kontaktfähigkeit, fassbare Feinde, platonische Liebe, Gesprächspartner

Das Partnerhaus weist also darauf hin, wie wir die Mitmenschen erfahren. Das siebte Haus ist jedoch auch ein Hinweis darauf, wie wir uns den idealen Partner im Sinne einer freundschaftlichen Ergänzung vorstellen. Wenn wir daran denken, dass der Aszendent das eigene Verhalten, das eigene Auftreten in der Umwelt ist, so liegt es nahe, dass wir Reaktionen in der Weise des siebten Hauses hervorrufen. Darum wird das siebte Haus auch als das Ehe-Haus bezeichnet. Nirgends als in der Ehe wird uns so deutlich unser eigenes Wesen bewusst.

 

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Denkachse/Bildungsachse - Veränderliche Häuser

3. Haus (Luft): 9. Haus (Feuer):

Kollektive Denknormen, von außen gegebene nähere Kontakte, Geschwister, Nachbarn, Verwandte, Alltagsleben, Beschaffenheit des Denkens, Lernfähigkeit, Kommunikationsform, praktische und technische Fähigkeiten.

Das dritte Haus weist auf Beziehungen zu anderen Menschen hin, die vor allem auf der kommunikativen Ebene stattfinden. Aber auch Nachbarn und Verwandte werden in der klassischen Astrologie diesem Haus zugeordnet.

Ferner ist das dritte Haus jener Bereich, in dem wir lernen, Neues sammeln und unsere eigenen Erfahrungen mit anderen Menschen austauschen.

Denkart, Lebensauffassung, Wertbewusstsein, Gerechtigkeitssinn, Weltanschauung, innere Autorität, Religion, Philosophie, Einsicht, höherer Intellekt, Differenzierung von Ideen, Leitziele, Sinnfindung, Ethik, Bildung.

Das neunte Haus bedeutet die Überwindung der Gebundenheit an die Werte des Kollektivs, das Finden einer eigenen Philosophie, das Überwinden eines linearen Denkschemas.

Das neunte Haus steht dem dritten gegenüber. Dies bedeutet, dass wir, entgegen unserem Streben im dritten Haus, Neuigkeiten zu erfahren, uns auszutauschen, in uns eine eigene Synthese der Lebenserfahrungen bilden müssen. Daher wird das neunte Haus klassisch als das Haus der Philosophie, der Religion und der Weite, insbesondere der geistigen Weite, bezeichnet.

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Besitzachse/Substanzachse - Fixe Häuser

2. Haus (Erde): 8. Haus (Wasser):

Mittel, Geld, Haushalt, Vorräte, Lebenssubstanz, Grundausrüstung, Geiz, Ich-Absicherung, Eigenwert, Körperfülle, Anhäufung von beweglichen Werten, Verwertung von Materialien, evtl. mediale Fähigkeiten

Das zweite Haus weist auf Werte hin, die wir verteidigen beziehungsweise ausbauen möchten. Planeten in diesem Haus weisen auf besondere Stärken hin, die jedoch noch zu wenig in unserem Bewusstsein verankert sind.

Es geht darum, sich dieser eigenen Fertigkeiten bewusst zu werden und diese ins eigene Leben zu integrieren.

Gesetz von Geben und Nehmen, Pflichten gegenüber dem Du, Stirb- und Werdeprozesse, Macht des Du, Jenseitsinteresse, Zwänge, Selbsterkenntnis, geistige und seelische Höherentwicklung, Tragisches, Erbschaften

Das achte Haus ist jener Bereich, in dem wir lernen müssen, unser eigenes Bedürfnis nach Sicherheit, Abgrenzung und Festigung der eigenen Position in dieser Welt zu überwinden. Es ist jener Bereich, in dem wir ( in richtigem Maß ) lernen müssen, die Wertvorstellungen anderer Menschen in unser eigenes Wertesystem mit einzubeziehen, auch wenn uns dies schwer fällt.

Es ist auch jener Bereich, in dem wir lernen müssen, Verluste hinzunehmen, Liebgewonnenes aufzugeben, und »Ungerechtigkeiten« zu ertragen.

In diesem Haus besteht die Gefahr, dass, wenn wir uns zu sehr an die Normen und Werte des Kollektivs der Gruppe in der wir leben anpassen, uns selber verlieren, und fanatisch werden.

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Individualachse - Kardinalhäuser

4. Haus (Wasser): 10. Haus (Erde):

Tradition, Haus und Herd, Familie, kollektive Zugehörigkeit, Herkunft, Rasse, seelische Substanz, Vererbung, Tradition, Ausgangsbasis, Grundbesitz, Lebensumstände im Alter.

Das vierte Haus ist der Bereich der eigenen Familie, aber auch des eigenen Urgrundes, der eigenen Wurzeln, die nicht nur in der eigenen Familie, sondern auch beispielsweise in einem starken Bewusstsein der Zugehörigkeit zu einem Kollektiv ( z.B. einer Landeszugehörigkeit ) zum Ausdruck kommen kann.

Aus diesem Haus erkennen wir sowohl, ob ein Urvertrauen vorhanden ist, oder aber nicht. Es zeigt die Urquelle unserer Wirklichkeit.

Selbstverwirklichung, Stellung in der Gesellschaft, Autorität und Anmaßung, Ziel, Selbsterfüllung, Realitätsbewältigung, Amt und Würden, Verantwortung

Im zehnten Haus geht es darum den eigenen Platz in der Gesellschaft zu finden und mit Verantwortungsbewusstsein auszufüllen.

Es ist klassischerweise das Haus des Berufs, der Berufung, in dem wir unsere individuelle Lebensaufgabe wahrnehmen müssen/wollen und diese in den Dienst der ganzen Gesellschaft zu stellen haben. Was hier mit Verantwortung und Konsequenz erarbeitet wird hat Dauer, was aber unehrlich und verantwortungslos eingeheimst wurde, dem droht der Sturz aus der Höhe.

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Kreativitätsachse - Fixe Häuser

5. Haus (Feuer): 11. Haus (Luft):

Auftreten, Offensive in den Kontakten, Erotik, Experimente, Spiel, Kinder, Imponiergehabe, Art des Tuns, Selbsterprobung, innere Dynamik, Freude, unternehmerische und organisatorische Fähigkeiten, Beförderung, Vergnügen, Spekulation, Wetten, soziale Belange.

Das fünfte Haus ist der Bereich der eigenen schöpferischen, kreativen, spielerischen und lebenszugewandten Kräfte und Energien.

Eine andere Leseart lässt auch den Schluss auf die eigene »Masche« hin. Das heißt, die Art, mit der wir uns durchs Leben schlagen; der Bereich und die Weise in der wir Lebenskünstler sind.

Das fünfte Haus zeigt auch den Umgang den wir mit (unseren) Kindern haben.

Freunde, frei gewählte Beziehungen, Freizeit, das moralische Bild des Menschen, Gruppentätigkeit, Freizeit, Bündnisse, Hoffnungen, Hilfen und Gönner, Emanzipation, Erfüllung durch gesellschaftliche Beziehungen

Das elfte Haus ist das Haus der Freunde, der Wohltäter, der Wahlverwandten und der Gruppierungen, zu denen wir uns hingezogen fühlen.

Wir haben im elften Haus die Aufgabe, uns von unserem eigenen Geltungsbedürfnis freizumachen, die eigenen schöpferischen, kreativen, spielerischen und lebenskünstlerischen Seiten nicht mehr zum Selbstzweck (5. Haus) einzusetzen, sondern vielmehr zusammen mit anderen Menschen, mit Vereinigungen, in die wir uns als Teil des Ganzen einzubetten haben.

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Existenzachse - Flexible Häuser

6. Haus (Erde): 12. Haus (Wasser):

Existenzkampf, Arbeitsweise, Leistungsfähigkeit, psychosomatische Prozesse, Art der Durchsetzung, Selbstpräsentation, seelisch-geistige Bewährung, Arbeitgeber, Pflichtgefühl, Unterordnung, Hygiene, Versorgung, Haustiere, Ernährungsart, Gesundheit, Arbeitsumstände

Das sechste Haus ist der Bereich des eigenen Bedürfnisses, Ordnung zu schaffen, zu helfen in der Welt nach dem Rechten zu schauen.

Die eigene Hilfsbereitschaft, die Art und Weise, wie wir Arbeit verrichten sind ebenso in dem sechsten Feld anzusiedeln, wie etwa das eigene Bedürfnis, mit anderen im Reinen zu sein.

Der nichtweltliche Mensch, Isolation, All-Ein-Sein, Verinnerlichung, innere Entwicklung, kosmische Fähigkeiten, Ahnungen, Zurückgezogenheit, Stille, okkulte Forschung, Spezialistentum, Geist des Berufes, Prüfungen, Heimlichkeit, heimliche Feinde, müssen sich ihren Begabungen voll hingeben können

Das zwölfte Haus ist das letzte und weist auf die Notwendigkeit der Einkehr in uns selber hin. Klassisch ist es das Haus des Gefängnisses, der Spitäler, des Eingeschlossenseins ganz allgemein.

In moderner, psychologischer Leseart, bedeutet das zwölfte Haus, sich meditativ einzustimmen in die Schwingungen des Alles, sich zu öffnen für höhere, idealere, feinstoffliche Inhalte dieses Lebens.

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